Die 5 giftigsten Bäume der Welt

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In der Kindheit wurde uns beigebracht keine Blumen oder Baumfrüchte zu probieren, die wir nicht kennen. Und im Laufe der Jahre haben wir verstanden warum – in der Natur gibt es diverse Vorkomnisse, die für uns Menschen tödlich sein können. Je bunter die Fische im Meer sind oder die Früchte einer Pflanze, desto giftiger sind sie. Denn bunte Farben sind ein Schutzelement in der Natur und symbolisieren «Halt, stopp, ich bin gefährlich!» Bei FloraQueen könnt ihr Pflanzen und Blumen bestellen, doch heute stellen wir euch vor, was es nirgendwo zu bestellen gibt – 5 gefährlichste Bäume der Welt, mit Folgen und Tipps zur ersten Hilfe.

1. Manchinelbaum (Hippomane mancinella)

Der amerikanische Manchinelbaum, oder Manzanilla de la muerte (Todesäpfelchen), wie er in Südamerika genannt wird, ist wohl der giftigte Baum der Welt. Das Verführerische an dem Baum sind die apfelähnlichen Früchte, die in Massen abgeworfen werden und essbar aussehen – diese beinhalten ein tödliches Gift. Beim Regen oder in Verbindug mit Wasser findet eine chemische Reaktion statt und der Baum sondert eine Substanz ab, die Blasenbildung auf der Haut verursacht. Verbrennen sollte man das Vergiftungs-Allrounder auch nicht, denn der Rauch kann blind machen. Früher wurde der Baum als eine spezielle Foltermethode genutzt.

Manchinelbaum Hippomane mancinella Quelle: (c) 2015 Darryl Brooks
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2. Wunderbaum (Ricinus Communis)

Zu den giftigsten und gefährlichsten Pflanzen der Welt gehört ebenfalls der in Ost-Afrika und Indien vorkommende Wunderbaum. Die schöne Pflanze wird häufig als Zierpflanze angebaut, birgt jedoch tödliche Gefahr in sich: Schon der Verzehr von zwei bis vier extem giftiger Samen kann für einen Menschen fatal enden. Die Samen sorgen für einen langen, qualvollen und unaufhaltsamen Tod. Die ersten Symptome einer Vergiftung kommen innerhalb der ersten zwei Stunden: im Hals und Mund fängt es an zu brennen, der Bauch schmerzt, Schlemhäute sind entzündet und man erbricht sich. Das in dem Baum enthaltene Protein Ricin bewirkt Schädigungen der Verdauungsorgane, die im Endeffekt töten. In Deutschland wird das Protein iim Kriegswaffenkontrollgesetz aufgeführt. Ein Gegenmittel ist nicht bekannt, das Einzige was hilft das Gift bei oralem Verzehr wieder loszuwerden, ist das Erbrechen. Auf jeden Fall empfiehlt es sich sofort einen Arzt zwecks Giftentfernung (mit Kohle oder symptomatischer Therapie) aufzusuchen.

Wunderbaum Ricinus communis Quelle: hjschneider - Fotolia
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3. Zerberusbaum/Selbstmordbaum (Cerbera Odollam)

Die inneren, hochgiftigen Früchte des Zerberusbaums werden sehr oft von Selbstmördern verwendet – daher auch der Name Selbstmordbaum. Die Pflanze ist meistens im Westpazifik und in Indien aufzufinden. Werden die Pflanzen des Baums eingenommen, tritt der Tod schon nach 6 Stunden ein und das Gift kann von Ärzten nicht nachgewiesen werden. Die ersten Symptome sind Übelkeit, Speichelfluss, Würgreiz, Magen-Darm-Beschwerden und heftiger Durchfall. Als erste Hilfe sollte sofort ein Auslösen von Erbrechen sowie eine bei Vergiftungen mit Herzglykosiden übliche Entgiftung stattfinden.

Zerberusbaum
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4. Der Brechnussbaum (Strychnos Nux-Vomica)

Der Brechnussbaum ist ein mittelgroßer Baum, der in Indien und Südostasien zu finden ist. Seine Früchte erinnern an Mandarinen oder Aprikosen und der Baum wirkt recht ungefährlich. Hier ist Vorsicht geboten: Die Rinde, Blätter und die Samen sind hochgiftig. Nimmt man nur eine minimale Menge der Samen von 0,2 Gramm, kann das zu Zwerchfellkrämpfen, Muskelzuckungen sowie einem Tod durch Atemlähmung führen.

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5. Eibe (Taxus baccata)

Der immergrüne bis zu 20 Meter hohe Nadelbaum ist in Mittel- und Südeuropa anzutreffen und sieht mit seinen roten Früchten mit leuchtendem Fruchtschmuck recht verlockend aus. Doch der Schein kann trügen: In den Samen, Zweigen und sogar Nadeln ist ein hochkonzentiertes Gift enthalten. Kaut man an den Teilen, erleidet man innerhalb der ersten Stunde bereits Bauchschmerzen, Übelkeit, Atemprobleme sowie Schwindelgefühle. Im schlimmsten Fall ist ein Herzstillstandtod durch erstmal beschleunigte, und dann extrem verlangsamte Herzfrequenz möglich. Nach einem zufälligen Verzehr von Nadeln oder von mehr als zwei zerkauten Samen werden Entgiftungsmaßnahmen mit Aktivkohle oder Magenentleerung empfohlen. Als erste Hilfe sollte man viel Wasser trinken und einen Notarzt bzw. die Giftzentrale sofort anrufen.

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Wußtet ihr von den Gefahren, die in der freien Natur aufzufinden sind? Wir haben auf jeden Fall etwas gelernt und werden uns besser informieren, bevor der nächste Urlaub in ein exotisches Land ansteht. Habt ihr Erfahrungen mit giftigen Pflanzen oder Bäumen? Erzählt uns davon in den Kommentaren.

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